Haupakku verliert ca. 3 % Energie pro Tag

  • Hallo an alle.

    Mein BYD atto3 - Baujahr 2023 - baut seit ca. 4 Wochen ca. 2 - 3 % von der verfügbaren Energie ab. Diese Beobachtung ust unabhängig von Außentemperatur oder anderen äußeren Umständen. Auto steht in der Garage und ist abgeschlossen.

    Vorher hatte ich es sogar über 100 %, d.h. statt 420 km auf 450 km Reichweite laden können.

    Bedeutet das alles, daß schon erste Alterserscheinungen des Akkus zum Vorschein kommen? Hat jemand eine Idee bzw. ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Vom BYD - Service kam trotz Anfrage noch keine Antwort.

    Im Voraus vielen Vielen Dank für zweckdienliche Antworten.

  • Also du lädst auf 100% und am nächsten Tag steht 97% im Display? Oder meinst du die Reichweitenanzeige in km? Ob 420 km, 450 km oder 310 km Reichweite angezeigt werden, hat mit deiner Fahrweise zu tun und ist eine Schätzung vom Bordcomputer.

    Mein Atto (4/2023 und ca. 37.000 km) hält den Ladestand. Selbst wenn er zwei Wochen am Flughafen steht (und das ist in den letzten Monaten oft passiert) ist bei der Ankunft der Akkustand unverändert.

    Wie viele km bist du schon mit deinem Atto gefahren? Bei meinem Ioniq, den ich vor dem Atto hatte, war nach 130.000 km noch immer 100% der Akkukapazität abrufbar.

    BYD Atto 3 seit 4/2023

    Hyundai Ioniq von 12/2018 bis 4/2023

    Japan Leaf von 9/2017 bis 11/2018

  • Danke für die rasche Antwort.

    Es ist wirklich so, daß die Ladeanzeige seit einigen Wochen täglich um 3 % weniger wird.

    Entweder gibt es noch einen versteckten Verbraucher, welcher nicht abschaltbar ist oder der Hauptakku altert jetzt beteits. Der Atto3-Tachostand beträgt 20 000 km.

    Vom Neuzustand bis vor 6Wochen kannte ich diesen Effekt überhaupt nicht. Selbst meine Hoffnung, dass mit dem neuesten Update auf 1.7 alles behoben sein könnte hat sich nicht erfüllt. Ich hatte zwar irgendwo einmal gelesen, man solle den kleinen Hilfsakku einmal abtrennen - das erscheint mir allerdings etwas riskant.

  • Schlüsseltechnisch habe ich nichts verändert. Das hat vermutlich keinen Einfluss.

    Den Akku hatte ich in der Not vor ein paar Wochen fast leer fahren müssen - Reststrecke noch 30 km! Ich lade den Akku aber immer auf 100 %.

    Ein Servicetechniker, der mit einigen BYD zu tun hatte kennt einen ähnlichen Fall - konnte den Fehler bisher nicht beseitigen. Der zentrale BYD-Service konnte bisher gar keine anderen Hinweise geben.

    Seine Empfehlung war: Den kleinen Akku einmal 1/2 Stunde abhängen, damit alles runter gefahren wird. Genau das werde ich demnächst probieren.

  • Ich hatte dasselbe Problem.
    Batterie unter 10% entladen und Vollladen hat keinen Effekt gebracht.


    Soweit ich das sehen konnte, ist mindestens ein Steuergerät nicht runtergefahren.

    Das hat sich bei mir so geäußert, dass man im Motorraum permanent leise Geräusche gehört hat und auch die 12V Batterie permanent geladen wurde (~13,6V gemessen).
    Ich habe ein paar Sicherungen gezogen und bei der "Kompressor" Sicherung war das Geräusch weg. Ich nehme mal an, die Sicherung gehört zur Klimaanlage/Wärmepumpe. Allerdings kam's wieder, als ich die Sicherung wieder gesteckt habe.

    Das Problem war erst dann weg, als ich die HV-Fahrzeugbatterie einmal komplett entladen hatte. Auch die 12V Batterie wurde dann getrennt.
    Es waren dann also wirklich alle Steuergeräte tot.

    Seitdem scheint das Problem nicht mehr aufzutreten.

    Aber vielleicht gibt's auch elegantere Wegen, um die Antriebsbatterie abzuklemmen.


    Die Ursache dafür kenne ich nicht. Ich war wegen einer nicht funktionierenden Heizung und einem anderen Problemchen danach noch in der Werkstatt.
    Dabei ist dann rausgekommen, dass die Wärmepumpe wohl zu wenig Kühlmittel hatte. Ob das mit dem Problem irgendwas zu tun hat oder Zufall war, weiß ich allerdings nicht.


    Ich habe in anderen Foren gelesen, dass die 12V Batterie auch das Problem sein kann. Wenn die kaputt ist, führt das angeblich auch zu solchen Effekten.

  • Hmmm - wegen meiner PV lade ich hauptsächlich mit dem 230V Ladeziegel. Mit einer Wifi Steckdose unterbreche ich die Ladung mit einer Szenenregelung von mehreren Geräten, wenn die Energie dazu nicht ausreicht. In diesem Modus mit Stecker im Fahrzeug konnte auch ich eine Entladung in dieser Richtung feststellen. Daraufhin habe ich diesen am Fahrzeug gezogen, wieder längere Zeit (Tage) beobachtet und siehe da, diese überdimensionale Entladung war weg. Seitdem sehe ich mich gezwungen, den Stecker am Fahrzeug immer nach einer Ladung gleich zu ziehen...

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    Ioniq Electric FL 40kWh seit Feb. 2022
    BYD Atto 3 Design seit Mai 2024

  • Nachtrag: Was mit den 3% - umgerechnet ca. 1800 Watt pro Tag geschieht, habe ich noch nicht entdeckt. Vielleicht ist es eine Vorwärmung des Akku, die mit dem Stecker aktiviert wird? Oder aber es ist der AC-DC Wandler. Keine Ahnung - die LED Beleuchtung im Tankdeckel kann es auf jeden Fall nicht sein!:D

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    Edited once, last by KarlAT (November 29, 2024 at 11:41 AM).

  • Interessante Beobachtung, die Sache mit dem Stecker.
    Ich könnte mir vorstellen, dass der Onboard-Charger (und was ggf. noch dran hängt wie Kühlkreisläufe,...) aktiv ist und daher der Verbrauch kommt.
    Ist aber nichts, was ich mir irgend etwas untermauern könnte.


    Ich kann allerdings ausschließen, dass das bei mir die Ursache war, da das Problem ohne angestecktes Ladegerät auftrat.
    Die Außentemperatur oder Fahrzeug verschlossen/offen hat bei mir keinen sichtbaren Unterschied ausgemacht.

  • Danke EMU für die Rückmeldung!

    Bei dem Ganzen konnte ich noch etwas feststellen: Bei abgesperrten Vehikel, ohne zuvor gefahren zu sein, lässt sich manchmal ohne etwas die Tanklappe öffnen, manchmal aber muss ich zurück rennen, den Schlüssel holen und entsperren - das erscheint mir auch sehr rätselhaft... Vielleicht hat dies aber mit dem keyless entry zu tun. Beim Stromexport in unseren Ioniq möchte der Atto mit offenen Tankdeckel immer entsperrt werden, sonst geht da nix, was mir ja sehr sinnvoll bei der oben genannten Laune erscheint. Sobald der Ioniq seine Nahrung erhält, darf ich wieder absperren. Ich denke, dass da noch kleine Bugs vorhanden sind...

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  • Ich glaube sagen zu dürfen, dass seit dem letzten Update das Problem mit der Tankklappe behoben ist. Jetzt muß ich immer brav aufsperren, damit man diese öffnen kann. Auch die Entladung bei angestecktem Ladekabel ohne Stromzufuhr ist verschwunden...

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  • Hallo,

    seit mind. 2 Wochen verliere ich täglich 5-6% des Akkus in 24h bei Stillstand. Da ich in den Urlaub fahre und dort keine Lademöglichkeit vorhanden ist, habe ich den Stand täglich über mehrere Tage notiert. Laut Antwort der Werkstatt soll evtl. das Ladeverhalten Schuld sein. Ich lade aber oft nur bis 80% auf.

  • Hallo Attodriver, willkommen hier!

    Da müsste man vielleicht wissen, ob ohne nachzuladen und ohne zu fahren der Akkustand nach 3 Tagen tatsächlich 15 bis 18% absinkt. Dann den Ladestrom beobachten, ob auch tatsächlich ca. 10 kWh +/- 2kWh nachgeladen wird! Das wäre eine Möglichkeit festzustellen, ob hier Strom fließt, welchen es vielleicht nicht geben sollte!

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  • Hallo zusammen,

    Bei mir war die 12V Batterie defekt. Dadurch wird verhindert, dass sich die Elektronik abschaltet, wohl um die 12V Batterie permanent zu laden.
    Unter anderem konnte ich das an einem permanenten Surren im Motorraum erkennen.

    Das Problem verschwand, als das Fahrzeug einmal komplett leergefahren wurde und die 12V Batterie nicht mehr nachgeladen werden konnte.
    Ich würde dir aber nicht empfehlen, das Problem auf diese Weise zu "Lösen", da eine defeke 12V Batterie zumindest bei mir noch für eine nicht funktionierende Heizung gesorgt hat. War nicht so witzig im Winter.
    Seit die Batterie erneuert wurde, ist Ruhe und alles funktioniert soweit seit ein paar Monaten.

  • Hallo EM!

    Interessant!

    Dies scheint sehr schlüssig zu sein, nachdem es zu mehreren Batterien, bzw. Heizungsausfällen bei einigen Usern hier gekommen ist. Wie alt ist dein Atto?

    Man kann sich also vorbereiten, mit einer neuen 12 Volt Batterie diese Dinger gefixt zu haben. Das wäre schon eine sehr gute Erfahrung, welche so von Werkstätten noch nicht publik gemacht worden sind, zumindest so noch nicht erkannt wurden! Danke dafür! ;)

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    Edited once, last by KarlAT (March 28, 2025 at 5:47 PM).

  • Hi Karl,

    Ich habe das Fahrzeug seit August 2024. Davor stand das Fahrzeug aber wohl über 1 Jahr ungenutzt rum.
    Ich schätze mal, dass in der Zeit nicht regelmäßig der Batteriestand überprüft wurde. Ich kann mir also gut vorstellen, dass in der Zeit die 12V Batterie geschädigt wurde. Oder sie war schon von vornherein nicht in Ordnung.

    Die Heizung hat bis zum Tausch der Batterie mit einigen wenigen Ausnahmen nie funktioniert. Anfangs brauchte ich die Heizung nicht, das ist es sowieso nicht aufgefallen.

    Später war ich auch mal in der Werkstatt deswegen und die haben sich dort mit der Sache beschäftigt. Anscheinend hat die Wärmepumpe zu wenig Flüssigkeit gehabt. Das wurde dann entsprechend aufgefüllt.
    Beim Losfahren aus der Werkstatt funktionierte die Heizung auch für rund 30 Minuten. Dann war wieder frieren angesagt.
    Meine Erklärung: Die hatten wohl die Stromversorgung gekappt und dann lief die Pumpe wieder für eine Weile.

    Ich hatte dann einen zweiten Termin ausgemacht und "glücklicherweise" war 2 Tage vorher die 12V Batterie so am Ende, dass ohne Überbrücken nichts mehr ging und nicht einmal die HV-Batterie geladen werden konnte. Der offensichtlich notwendige Tausch der 12V Batterie war dann auch gleich die Lösung für die Heizungsprobleme.

    Die im Titel beschriebenen Probleme mit dem Kapazitätsverlust konnte ich zuvor schonmal durch ein absichtlich herbeigeführtes Entladen der HV-Batterie zur Kalibrierung des Akkus lösen. Das Resultat dabei war, dass der HV-Akku leer war und die 12V Batterie ebenfalls leer war, so dass der Reset durch mangelnde Spannungsversorgung zumindest ein Problem gelöst hat.

    Ich hatte ja beschrieben, dass ich in dem Zustand ein permanentes Surren aus dem Motorraum gehört habe. Ich hatte im Vorfeld mit den Sicherungen im Fahrzeug rumgespielt um die Quelle zu identifizieren. Beim Ziehen der Sicherung für den Kompressor der Wärmepumpe verschwand das Geräusch, kam allerdings wieder als ich die Sicherung wieder steckte. So einfach ist die Lösung des Problems dann auch nicht, aber aus meiner Sicht deutet das in die Richtung, dass die Klimaanlage etwas empfindlich auf Spannungsschwankungen reagiert und verschiedene Symptome hervorruft.

    Mein Fazit: Die Kombi aus empfindlicher Klimaanlage und schlechter Batterie, die bei Lastwechseln nicht mehr puffern kann, scheint für die vielfältigen Probleme rund um die Heizung der auch um das Entladen im Stillstand verantwortlich zu sein.

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